
Du willst online durchstarten und mehr Geld verdienen? Ein gut gemachtes Freebie (Leadmagnet) ist oft der schnellste Weg, um Interessenten in Kontakte zu verwandeln, Vertrauen aufzubauen und sie später zu zahlenden Kundinnen zu machen. Beim Erstellen deines Freebies kommt es nicht auf Masse, sondern auf Relevanz und Umsetzbarkeit an: Besser ein kurzes, sofort anwendbares Produkt, das ein konkretes Problem löst, als ein langes, theoretisches PDF, das niemand liest.
Beginne mit deiner Zielgruppe: Definiere ein klares Problem, das sie hat, und formuliere das Ergebnis, das dein Freebie verspricht. Stelle sicher, dass die Ansprache, Sprache und die Beispiele genau auf diese Person zugeschnitten sind. Ein guter Leadmagnet beantwortet eine Frage oder löst ein Hindernis in wenigen Schritten — z. B. „5 Vorlagen für Instagram-Posts“, „Checkliste: Website-Launch in 7 Schritten“ oder „Mini-E-Mail-Kurs: Erste Woche mit deinem Online-Angebot“.
Wähle das richtige Format je nach Thema und Nutzungsverhalten deiner Zielgruppe. Beliebte Formate sind: kurze PDFs/Guides, Checklisten, Vorlagen/Workbook, Swipe-Files, E-Mail-Minikurs (3–7 Tage), Video- oder Audio-Lektionen, Webinare, sowie Quizze oder Tools. Manchmal ist eine Kombination sinnvoll: z. B. ein kurzes Video plus eine umsetzbare Checkliste als PDF. Achte darauf, dass das Freebie mobilfreundlich ist — viele Nutzer konsumieren Inhalte auf dem Smartphone.
Die Struktur sollte einfach und handlungsorientiert sein: eingängiger Titel, klares Nutzenversprechen, kurze Einleitung (Problem + Lösung), die eigentliche Umsetzung in Schritt-für-Schritt-Anleitungen oder Vorlagen, und am Ende ein nächster logischer Schritt (z. B. Einladung zu einem Webinar, Link zu einer Fallstudie oder ein low-cost Angebot). Verwende eine überzeugende, benefit-orientierte Headline und setze klare Handlungsaufforderungen (Call-to-Action) in das Dokument selbst.
Design und Lesbarkeit zählen: Sauberes Layout, große Schrift, Absätze und Bullet-Points erleichtern das Lesen. Nutze Grafiken nur, wenn sie den Inhalt wirklich unterstützen. Tools wie Canva, Google Docs oder Figma erleichtern die Gestaltung, auch ohne Designerkenntnisse. Für Videos reichen einfache Bildschirmaufnahmen und ein klares Skript; für Audio genügt oft schon ein gutes Smartphone-Mikrofon.
Technische Umsetzung und Lieferung: Erstelle eine einfache Landingpage mit klarem Opt-in-Formular (Headline, kurze Bullet-Points zum Inhalt, Social Proof/Testimonials falls vorhanden). Verwende einen E-Mail-Autoresponder (z. B. MailerLite, Mailchimp, ConvertKit oder Systeme.io), um das Freebie automatisch zu liefern und gleich eine Willkommensfolge zu starten. Wähle sichere Hosting- und Download-Optionen (direkter Download-Link, geschützte Dateien) und achte auf DSGVO-konforme Verfahren: klarer Hinweis zur Datenverarbeitung, Datenschutzerklärung, idealerweise Double-Opt-in.
Denke an die Conversion-Optimierung: Teste verschiedene Headlines, Bilder, Layouts und Calls-to-Action. Nutze klare Messgrößen wie Opt-in-Rate, Öffnungs- und Klickrate der Willkommensserie und anschließende Conversion-Raten auf Folgeangebote. Eine realistische Zielgröße für eine gut passende Landingpage liegt häufig im Bereich 10–30 % Opt-in-Rate, abhängig von Traffic-Qualität und Angebot. Nutze A/B-Tests und lerne aus den Ergebnissen.
Promote dein Freebie dort, wo deine Zielgruppe ist: Blogartikel mit passenden Themen, Social-Media-Posts, Stories, YouTube-Videos mit Verweis, Pinterest-Pins, Gastbeiträge, Podcasts, Webinare oder Kooperationen mit anderen Creators. Bezahlt eingekaufter Traffic (z. B. Facebook- oder Google-Ads) kann sinnvoll sein, wenn du den Funnel getestet und optimiert hast. Ergänze jeden Kanal mit klarem Link zur Landingpage und benutze UTM-Parameter, um die Quellen zu tracken.
Plane den weiteren Funnel: Ein Freebie ist nur der Anfang. Bereite eine kurze E-Mail-Sequenz vor, die Vertrauen aufbaut, Mehrwert liefert und schließlich zu einem nächsten Angebot führt (Tripwire, Mini-Kurs, Beratungsgespräch). Biete in den Folge-E-Mails zusätzliche kleine Inhalte an, die die Autorität stärken und die Pain Points weiter adressieren. Teste Preisgestaltung und Timing für Upsells.
Vermeide typische Fehler: kein klares Nutzenversprechen, zu allgemeines Freebie, schlechte Lieferung (z. B. kaputte Links), fehlende Follow-up-E-Mails, oder ein Landingpage-Text, der keine konkrete Lösung verspricht. Investiere Zeit ins Copywriting — eine prägnante Nutzenbeschreibung und Social Proof (Kundenstimmen, Zahlen) steigern die Glaubwürdigkeit enorm.
Kurz-Checkliste zum Start: 1) Zielgruppe und Problem klar definieren, 2) Format wählen (PDF, Template, Mini-Kurs etc.), 3) Nutzenversprechen in einer starken Headline formulieren, 4) Kompakten, umsetzbaren Inhalt erstellen, 5) Landingpage + E-Mail-Autoresponder einrichten, 6) DSGVO-konforme Opt-in-Prozesse implementieren, 7) Promotion-Plan (organisch + ggf. Ads) ausrollen, 8) Messen, testen und optimieren, 9) Follow-up-Funnel mit Upsell vorbereiten.
Wenn du diese Schritte konsequent umsetzt und dein Freebie wirklich ein Problem löst, legst du das Fundament für eine nachhaltige Liste an Kontakten — und damit für wiederkehrende Einnahmen. Fang klein an, liefere echten Mehrwert und skaliere Schritt für Schritt.