Ein Minikurs-Starter-Set ist die praktischste Art, einen Online-Kurs schnell, konsistent und mit professionellem Eindruck zu erstellen — auch wenn Sie zum ersten Mal Inhalte verkaufen. Dieses Starter-Set gibt Ihnen Vorlagen, technische Checklisten und einen Ablaufplan an die Hand, damit Sie Ihre Idee in wenigen Wochen in einen verkaufbaren Minikurs verwandeln können. Im Folgenden finden Sie eine kompakte Anleitung, was ins Set gehört, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen und welche Entscheidungen die größte Wirkung haben.
Beginnen Sie mit dem Kern: Zielgruppe, Lernziel, Outcome. Formulieren Sie in einem Satz, wer den Kurs braucht und welches konkrete Ergebnis die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Abschluss haben. Ein Minikurs lebt von einem klaren Versprechen — z. B. „In fünf Lektionen lernst du die wichtigsten Techniken X, um Y in 14 Tagen zu erreichen.“ Halten Sie dieses Versprechen in Ihrer Kursbeschreibung, in der Verkaufsseite und in allen Werbematerialien konsistent.
Entwurf und Struktur: Teilen Sie den Kurs in 3–7 kurze Module, jedes Modul in 2–6 Lektionen von 3–12 Minuten (oder als Lesemodule mit kurzen Arbeitsblättern). Eine sinnvolle Struktur für ein Minikurs-Starter-Set enthält:
- eine modulare Kurs-Outline-Vorlage (Thema, Lernziel, Dauer, Format),
- Skriptvorlage für Videos (Hook, Problem, Lösung, Call-to-Action),
- Vorlage für Arbeitsblätter/Checklisten und eine einfache Abschlussevaluation (Quiz oder Aufgabe).
Technik- und Produktions-Checkliste: Sie brauchen nicht teures Studio-Equipment — wichtig sind gute Tonqualität, sauberes Bild und ruhiger Hintergrund. Typisches Minimum:
- Mikrofon (USB-Lavalier oder Kondensator-USB),
- Smartphone oder Kamera mit 1080p,
- einfache Beleuchtung (Softbox oder Ringlicht),
- Headset/Kopfhörer zum Prüfen des Tons,
- Bildschirmaufnahme-Software (bei Screencasts),
- Video-Editor (einsteigerfreundlich: iMovie, DaVinci Resolve, oder einfache Online-Tools).
Erstellungsworkflow (empfohlenes Tempo): Planen Sie pro Lektion 1–2 Stunden für Dreh/Recording, 1 Stunde für Schnitt und 30 Minuten für Upload/Metadaten. Für einen 5-Lektionen-Minikurs rechnen Sie mit 10–20 Stunden Arbeit von Konzept bis Veröffentlichung — je nach Erfahrung schneller.
Inhalte und Didaktik: Setzen Sie auf kompakte Lerneinheiten, die ein konkretes Problem lösen. Beginnen Sie jede Lektion mit einer klaren Lernfrage, liefern Sie eine kurze Demonstration oder ein Beispiel und geben Sie eine sofort umsetzbare Aufgabe. Nutzen Sie verschiedenformatige Inhalte: Video + PDF-Checkliste + kurze Quizfragen erhöhen die Lernwirkung und die Abschlussrate.
Plattformen und technische Umsetzung: Wählen Sie eine Plattform, die zu Ihrer Zielgruppe passt — Membership-Systeme, Kursplattformen oder einfache Landingpages mit Zahlungsintegration. Wichtige Kriterien: einfache Nutzerführung, Zahlungsabwicklung, Dateihosting, Automatisierung von E-Mails und DSGVO/Datenschutz-Optionen. Für den Start ist oft eine einfache Kombination aus Landingpage + Zahlungsanbieter + privater Videohosting-Link ausreichend.
Verkaufs- und Launch-Plan: Legen Sie eine Preisstrategie fest (Freebie, Niedrigpreis-Minikurs 7–49 EUR/CHF, oder als Upsell zu einem größeren Programm). Ein schneller Launch-Plan hat drei Phasen:
- Pre-Launch: Sammeln Sie Interesse (E-Mail-Liste, Social-Posts, Webinar oder Freebie).
- Launch: 3–7 Tage aktive Promotion mit E-Mails, Social Proof und klarer Deadline für Rabattaktionen.
- Post-Launch: Onboarding der Käufer, Follow-up, Feedback sammeln und Testimonials.
Marketing-Materialien im Starter-Set: Vorlagen für Kursbeschreibungen, E-Mail-Sequenzen (Ankündigung, Erinnerung, Wartelisten-Benachrichtigung), Social-Media-Templates und eine einfache Sales-Page-Struktur. Formulieren Sie klar Nutzen, Ablauf, Preis und Bonusangebote. Nutzen Sie eine kurze FAQ-Liste, um typische Einwände zu entkräften.
Onboarding & Community: Ein kurzes Willkommensvideo, ein Download-Paket mit den wichtigsten Ressourcen und ein Call-to-Action für die erste Aufgabe steigern die Motivation. Eine kleine Community (z. B. geschlossene Facebook- oder Telegram-Gruppe) erhöht die Bindung und erzeugt Social Proof.
Messgrößen und Optimierung: Tracken Sie Anmeldungen, Conversion-Rate (Landingpage), Abschlussrate (wie viele Teilnehmer den Kurs beenden), und Feedback. Schon kleine Verbesserungen an einer Lektion oder an der Sales-Page erhöhen die Performance spürbar.
Rechtliches & Datenschutz: Informieren Sie Ihre Teilnehmenden transparent über die Verarbeitung ihrer Daten, bieten Sie eine Datenschutzerklärung und ggf. ein Widerrufsrecht (je nach Land und Plattform). Achten Sie bei Videoaufnahmen auf Persönlichkeitsrechte und holen Sie Einverständnisse ein, wenn Dritte gezeigt werden. Bei Verkäufen ins Ausland prüfen Sie Umsatzsteuer- bzw. Mehrwertsteuer-Regelungen.
Tipps für schnellen Erfolg:
- Starten Sie mit einem klar abgegrenzten Thema — enge Nische, klares Ergebnis.
- Liefern Sie in jeder Lektion sofort anwendbaren Wert.
- Testen Sie Inhalte vor dem Launch in Ihrer Community oder mit einer Mini-Focusgruppe.
- Verpacken Sie Ihren Kurs als „low friction“: einfache Zahlung, sofortiger Zugang.
- Bitten Sie nach Abschluss aktiv um Feedback und Testimonials.
Was ein Minikurs-Starter-Set konkret enthalten sollte:
- Kurs-Outline- und Skriptvorlagen,
- Checklisten für Aufnahme & Schnitt,
- Vorlagen für Verkaufsseite & E-Mails,
- kurze Launch- & Pricing-Guide,
- einfache technische Anleitung (Upload, Hosting, Zahlungen),
- Teilnehmer-Onboarding-Vorlage und Feedback-Formular.
Mit diesem Set können Sie innerhalb von wenigen Tagen bis maximal einigen Wochen einen verkaufsfähigen Minikurs erstellen. Konzentrieren Sie sich auf Klarheit, Umsetzbarkeit und gute Kommunikation — das macht den Unterschied zwischen einem ungenutzten Kurs und einem Produkt, das Menschen hilft und das sich verkauft.
